Frauenkreis – ist das überhaupt etwas für mich?

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Karolin Köhn | Juni 2026

Meine Hände waren ganz schwitzig, als ich das erste Mal in einem Kreis saß, wo Menschen den Raum bekommen haben sich zu öffnen. Das war kein reiner Frauenkreis und trotzdem haben mich die anderen Frauen tief berührt. Ich spürte eine weibliche Urkraft im Raum. Mein Körper und mein Geist haben sich nach wenigen Minuten entspannt und ich durfte Teil einer Gemeinschaft sein, die ich so im Alltag nicht mehr kannte. Nicht einmal unter den Frauen meiner Familie. Mein Herz schlug in diesem Moment für diese Art von Raum und ich bin dankbar, dass ich es sein darf, die diesen Raum hält, erstmal nur für Frauen, aber wer weiß, vielleicht weite ich mein Konzept eines Tages aus. Ich spüre inneren Wachstum und empfinde eine große Leidenschaft für diese Art von Begegnung.

Frauenkreis – warum viele Frauen denken: „Das ist nichts für mich“

„Ein Frauenkreis ist nichts für mich.“

Diesen Satz höre ich immer wieder. Und meistens steckt dahinter gar keine Ablehnung.

Oft höre ich stattdessen:

  • „Ich bin eher schüchtern.“
  • „Ich kenne dort niemanden.“
  • „Ich möchte nicht vor anderen weinen.“
  • „Ich bin nicht spirituell.“
  • „Ich weiß gar nicht, was ich dort sagen soll.“

Und ehrlich gesagt: Das kann ich verstehen.

Wenn wir etwas nicht kennen, fühlen wir uns oft unsicher. Besonders dann, wenn es um Gefühle, Nähe und Begegnung geht.

Dabei ist das Zusammensitzen von Frauen etwas zutiefst Natürliches.

Eine alte Geschichte von Frauen und dem Feuer

Früher gab es keine Smartphones, keine sozialen Netzwerke und keine Selbsthilfebücher.

Wenn Frauen Rat suchten, Sorgen hatten oder etwas verarbeiten mussten, gingen sie zu anderen Frauen. Man kann sich vorstellen, wie sie am Feuer saßen. Während Kinder schliefen und die Arbeit des Tages getan war, wurde erzählt, gelacht, geweint und zugehört. Die ältere Frau erzählte von ihren Erfahrungen. Die jüngere teilte ihre Sorgen. Die anderen hörten zu. Dabei ging es um das gemeinsame Dasein, das war oft schon heilsam.

Diese Form der Gemeinschaft begleitet Frauen seit Jahrhunderten. Vielleicht sogar seit Jahrtausenden. Und obwohl unsere Welt heute ganz anders aussieht, sehnen sich viele Frauen noch immer nach genau diesem Gefühl: verstanden zu werden, ohne etwas leisten zu müssen.

 

Was passiert eigentlich in einem Frauenkreis?

Jeder Frauenkreis ist anders.

In meinen Frauenkreisen nehmen wir uns bewusst Zeit, aus dem Alltag auszusteigen und wieder bei uns selbst anzukommen. Wir meditieren gemeinsam. Wir kommen zur Ruhe. Wir tauschen uns aus. Und vor allem entsteht ein Raum, in dem jede Frau genau so sein darf, wie sie gerade ist. Du musst nichts erzählen. Du musst keine schwierigen Erfahrungen teilen. Du musst nicht besonders offen oder besonders spirituell sein. Du darfst einfach da sein. Manche Frauen sprechen viel. Andere hören lieber zu. Beides ist vollkommen in Ordnung. Es ist ein Raum da zum Sprechen und Zuhören, für gemeinsame Achtsamkeitsübungen und Halt für diejenigen, die etwas teilen möchten.

Was ist, wenn Gefühle hochkommen?

Auch diese Sorge höre ich oft. Viele Frauen haben Angst, dass plötzlich zu viele Gefühle da sein könnten. Gefühle werden meist dann überwältigend, wenn wir versuchen, sie wegzudrücken oder allein mit ihnen zu sein. In einem geschützten Frauenkreis entsteht häufig genau dann echte Gemeinschaft.

Frauen erleben:

„Ich bin mit dem, was ich fühle, nicht allein.“ Und genau das kann unglaublich entlastend sein. Nicht, weil andere die Probleme lösen. Sondern weil wir spüren, dass wir getragen werden.

Warum Frauenkreise heute wichtiger sind denn je

Viele Frauen funktionieren jeden Tag. Sie kümmern sich um Familie, Partnerschaft, Beruf und die Bedürfnisse anderer. Dabei verlieren sie manchmal den Kontakt zu sich selbst. Gleichzeitig fühlen sich viele trotz zahlreicher Kontakte einsam. Ein Frauenkreis schafft einen Gegenpol dazu. Er erinnert uns daran, dass wir nicht alles alleine tragen müssen. Dass wir uns zeigen dürfen. Dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Und dass echte Verbindung oft viel einfacher ist, als wir denken.

Vielleicht ist ein Frauenkreis gerade dann etwas für dich …

… wenn du glaubst, dass er nichts für dich ist.

Vielleicht musst du nicht mutiger, offener oder spiritueller werden, bevor du kommst. Vielleicht reicht es, neugierig zu sein. Und vielleicht wirst du überrascht sein, wie vertraut es sich anfühlt, mit anderen Frauen zusammenzusitzen und einfach du selbst zu sein. Denn manchmal suchen wir nach etwas Neuem und finden dabei etwas sehr Altes wieder: Gemeinschaft, Verbundenheit und das Gefühl, nicht allein zu sein.


 

Wenn dich das Thema anspricht und du das Gefühl hast, du möchtest tiefer einsteigen – melde dich gern bei mir!

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